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Multifunktionale Alpwirtschaft

Die Almregionen sind eindeutig mehr wie lediglich Produktionsräume, sie wecken Sehnsüchte und Erwartungen, sie sind naturkundliche, ökologische und landschaftliche „Hotspots“, und sie sind gekennzeichnet durch die jahrhundertalte Anwesenheit des arbeitenden Menschen mit seinen Nutztieren. 

 

  • Gesundheitliche Funktion für die gealpten Tiere (Fitness, Fruchtbarkeit, Klauen)

  • Ökonomische Funktion (hochwertige Alpprodukte, Futter- und Arbeitseinsparung am Heimbetrieb, Almschank)

  • Erholungsfunktion (Wandergebiet, Rückzugsort, Kulinarik)

  • Ökologische Funktion (Biodiversität auf beweideten Flächen höher; Arten- und Lebensraumvielfalt)

  • Schutzfunktion: eine standortangepasste Beweidung schützt Fläche und Ressource Boden (Wasserhaushalt, Erosionen, Lawinen)

  • Sozio-kulturelle Funktion (Volkskultur, Erholungswert, ideeller Wert, gesellschaftlicher Wert, Emotionen, Authentizität, „Entspannungs- und Fluchtlandschaft aus der globalisierten Welt“)

 

Dementsprechend hoch ist die Sensibilität der Gesellschaft für die Almen und Almregionen, und grundsätzlich positiv ist auch die Bereitschaft der Allgemeinheit, eine standortangepasste und ausgewogene Almbewirtschaftung in ihrer Multifunktionalität entsprechend zu unterstützen. Dabei darf nicht vergessen werden, dass die Aufrechterhaltung einer standortgemäßen und multifunktionalen Almwirtschaft maßgeblich mit der Entwicklung und Erhaltung der tierhaltenden Betriebe im gesamten Berggebiet zusammenhängt. Ein möglichst ganzheitlicher Ansatz, der die Nachhaltigkeit nicht nur predigt, sondern auch lebt und umsetzt, ist also auch in diesem Zusammenhang notwendig und entscheidend.

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